PROGRAMMLINIE: KUNST AN SCHULEN
2026
OZEAN DER VIELFALT + ALPHA
Künstler: Ghaku Okazaki
Schule: Grundschule Kollnburg
Jahrgangsstufen: 1-4
Lehrkräfte:
Residenzort: SCHIESSLHAUS AiR, Kollnburg
Der Künstler Ghaku Okazaki entwickelt in seiner Arbeit farbintensive Bildwelten aus hybriden Wesen – Mischformen aus Mensch, Tier, Pflanze und mythologischen Figuren. Seine Arbeiten entwerfen eine Zukunftsvision, in der Menschen unterschiedlicher Identitäten, Geschlechter, Kulturen und Lebensweisen in Harmonie miteinander und mit der Natur verbunden sind. Vielfalt, Gleichwertigkeit und Verbundenheit stehen dabei im Mittelpunkt.
In offenen Ateliers und Malerei-Workshops mit den Kollnburger Grundschulkindern entstehen sowohl individuelle Arbeiten als auch gemeinsam entwickelte großformatige Wandmalereien, die eine offene und demokratische Schulkultur sichtbar machen. Das Projekt versteht Kunst als Raum für Begegnung, kreative Freiheit und gelebte Vielfalt.
KUNST FÜR ALLE – OPEN ART / PAINT THE WERKSTOD
Künstler: Vincent Göhlich (Erwa.One)
Schule: Mittelschule Viechtach
Jahrgangsstufe: 6
Lehrkräfte: Tanja Pfeffer, Kathrin Pfeffer
Residenzort: SCHIESSLHAUS AiR, Kollnburg
Kooperationspartner: Jugend- und Kulturzentrum Werkstød
Der urbane Künstler und Kunstpädagoge Vincent Göhlich, auch bekannt als Erwa.One, realisiert im Rahmen des AiR-Programms ein vielseitiges Kunstprojekt in Kollnburg und Viechtach. Im Zentrum stehen künstlerische Interventionen im öffentlichen Raum, die Streetart, partizipative Prozesse und kulturelle Bildung miteinander verbinden.
In mehreren Projektphasen, gemeinschaftlichen Kunstaktionen und Workshops mit den beiden sechsten Klassen der Mittelschule Viechtach und Jugendlichen des Jugend- und Kulturzentrums Werkstød entstehen farbenfrohe Wandgestaltungen im öffentlichen Raum Viechtachs. Die Kinder und Jugendlichen werden aktiv in die Entwicklung und Umsetzung der Arbeiten einbezogen.
Charakteristisch für Erwa.One sind seine „Neuen Ornamente“ – ein eigens entwickeltes Streetart-Designkonzept aus Schablonen, Mustern und kräftigen Farben. Die visuellen Eingriffe verwandeln alltägliche Orte in sinnliche Erlebnisräume und regen zur Auseinandersetzung mit Themen wie Urbanität, Gemeinschaft und demokratischer Teilhabe an.
Ergänzt wird das Projekt durch offene Präsentationsformate, Vorträge und Mitmachangebote, die Einblicke in urbane Kunstpraktiken ermöglichen und den Dialog zwischen Kunst, Gesellschaft und Demokratie stärken.
LIVING STRUCTURES OF DEMOCRACY
Künstlerinnen: Nadiia Nechkina, Britta Wahlers
Schule: Dominicus-von-Linprun-Gymnasium Viechtach
Jahrgangsstufen: 5 und 11 (Kunstklassen)
Lehrkraft: Britta Wahlers
Residenzort: SCHIESSLHAUS AiR, Kollnburg
Das gemeinschaftliche Kunstprojekt von Nadiia Nechkina und Britta Wahlers, Living Structures of Democracy, lädt Schülerinnen und Schüler dazu ein, Demokratie durch künstlerische Praxis, verkörperte Erfahrung und kollektive Reflexion zu erforschen. Das Projekt nutzt Ton und den menschlichen Körper als Werkzeuge, um über verschiedene Formen von Autorität, Partizipation und sozialer Organisation nachzudenken.
Durch die praktische Arbeit mit Ton werden die Schülerinnen und Schüler skulpturale Formen schaffen, die unterschiedliche Herrschaftssysteme darstellen — wie Demokratie, Autoritarismus, Autokratie und individuelles Zurückziehen („Sich Zurückhalten“). Diese Formen sollen politische Konzepte nicht wörtlich illustrieren, sondern ihnen Gestalt, Gewicht und Präsenz verleihen.
WILDER TON
Künstlerin: Judith Bauernfeind
Schule: St.-Gunther-Schule Rinchnach, Grund- und Mittelschule
Jahrgangsstufe: 4-5
Lehrkraft: Ramona Vanek, Judith Schreder
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Wilder Ton ist ein Naturmaterial und kann im Gegensatz zu industriell hergestelltem Ton selbst aus natürlich vorkommenden Tonfeldern entnommen und weiterverarbeitet werden. Je nach Beschaffenheit kann er zur Herstellung kompletter Töpferwaren oder auch zur Dekoration von Töpfergut verwendet werden.
Das Medium “Wilder Ton” lässt vielfältige Bezugspunkte zu und bietet Impulse für zahlreiche Auseinandersetzungen. Ausgehend vom Boden als Träger und Grundlagen werden Fragen nach Halt, Standfestigkeit und persönlicher Basis aufgeworfen. Zugleich ermöglicht die geologische Perspektive eine Auseinandersetzung mit der Entstehung von Ton, den Materialien unserer Umwelt und den Eigenschaften, die unsere Kulturlandschaft prägen. Darüber hinaus lädt die Arbeit mit Ton ein, den Begriff Heimat zu reflektieren: Wo verorte ich meine Heimat, was macht sie aus und welche Bedeutung hat sie für mich?
Im gestalterischen Prozess erfahren Schülerinnen und Schüler Selbstwirksamkeit, indem sie eigenen Ideen entwickeln, formen und sichtbar machen. Nicht zuletzt fördert das gemeinsame Arbeiten mit dem Material den Austausch innerhalb der Gruppe und regt dazu an, Gemeinschaft, Zusammenarbeit und wertschätzende Kommunikation bewusst zu erleben und zu gestalten.
FREIHEIT! RESPEKT! NICHTS IST UMSONST.
Künstler: Hans Lankes
Schule: Realschule Zwiesel
Jahrgangsstufe: 6
Lehrkraft: Katrin Eberl, Konrad Weiß
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Grundlage des Projekts Freiheit! Respekt! Nichts ist umsonst. ist der Dialog. Im offenen Austausch mit Schülerinnen und Schülern entsteht ein Raum, in dem Ideen frei gedacht, geteilt und weiterentwickelt werden können. Ohne festgelegtes Ergebnis nähert sich das Projekt gemeinsam mit den Teilnehmenden seinem Ziel, sei es in Form einer Posterreihe oder durch das Zusammenfügen vieler einzelner Papierschnitte zu einem großen, gemeinsamen Bild.
Der kreative Prozess steht im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Freiheit, ihre eigenen Vorstellungen zu entwickeln und auszuprobieren. Leistungsdruck tritt in den Hintergrund und wird durch kreatives Spiel ersetzt, das Neugier, Experimentierfreude und Eigeninitiative fördert.
Partizipatorische Projekte wie dieses ermöglichen neue Blickwinkel, eröffnen Zugänge zu anderen Denk- und Ausdrucksweisen und schaffen Begegnungen, die über das Projekt hinaus nachwirken.
Schule: Realschule Zwiesel
Jahrgangsstufe: 6
Lehrkraft: Katrin Eberl, Konrad Weiß
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Grundlage des Projekts Freiheit! Respekt! Nichts ist umsonst. ist der Dialog. Im offenen Austausch mit Schülerinnen und Schülern entsteht ein Raum, in dem Ideen frei gedacht, geteilt und weiterentwickelt werden können. Ohne festgelegtes Ergebnis nähert sich das Projekt gemeinsam mit den Teilnehmenden seinem Ziel, sei es in Form einer Posterreihe oder durch das Zusammenfügen vieler einzelner Papierschnitte zu einem großen, gemeinsamen Bild.
Der kreative Prozess steht im Mittelpunkt. Die Schülerinnen und Schüler erhalten die Freiheit, ihre eigenen Vorstellungen zu entwickeln und auszuprobieren. Leistungsdruck tritt in den Hintergrund und wird durch kreatives Spiel ersetzt, das Neugier, Experimentierfreude und Eigeninitiative fördert.
Partizipatorische Projekte wie dieses ermöglichen neue Blickwinkel, eröffnen Zugänge zu anderen Denk- und Ausdrucksweisen und schaffen Begegnungen, die über das Projekt hinaus nachwirken.
PROGRAMMLINIE: KUNST IM DORF
2025
DIES HAUS IST MEIN UND DOCH NICHT MEIN
Künstler:innen: Angela Stiegler, Samuel Fischer-Glaser, Constanza Meléndez, Daniel Door
Kooperationspartner: Der Fahrende Raum, München / Beste Freundinnen e.V., Kollnburg
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Kooperationspartner: Der Fahrende Raum, München / Beste Freundinnen e.V., Kollnburg
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Von September bis Dezember 2025 waren die bildenden Künstler:innen Angela Stiegler, Samuel Fischer-Glaser, Constanza Meléndez und Daniel Door zu Gast im Schiesslhaus AiR. Unter dem Titel Dies Haus ist mein, und doch nicht mein untersuchte das Kollektiv Fragen von Leerstand, Besitz, Nutzung und Umnutzung von Raum. In Kooperation mit der temporären Mitmach-Insel „Der Fahrende Raum“ von Kultur & Spielraum München e.V. wurde das Schiesslhaus AiR in Kollnburg zum offenen Aktionsraum: Dunkelkammer, Atelier, Werkstatt und Probebühne zugleich.
Workshops zu Analogfotografie, Sound und Klang, Kostümbild sowie skulpturaler Kuchengestaltung luden zur aktiven Beteiligung ein. Parallel suchten die Künstler:innen den Austausch mit der lokalen Bevölkerung, besuchten Dorffeste und Stammtische und führten Gespräche über Häuser, Erinnerungen und Veränderungen. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Parade durch Kollnburg – als kollektives Fest und Begegnung auf Augenhöhe.
MELTING POINT
Künstlerinnen: Louise Lang, Michaela Trávníčková
Kooperationspartner: Werkstød, Viechtach / Niederbayer. Landwirtschaftsmuseum Regen / Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Kooperationspartner: Werkstød, Viechtach / Niederbayer. Landwirtschaftsmuseum Regen / Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Für das Projekt Melting Point arbeiteten die bildende Künstlerin und Glasmacherin Louise Lang sowie die bildende Künstlerin Michaela Trávníčková erstmals als Kollektiv zusammen. In Anlehnung an die handwerkliche Tradition der Region wählten sie Glas als zentrales Material, um eine Verbindung zur lokalen Bevölkerung herzustellen und einen offenen Ort der Begegnung zu schaffen.
Im Mittelpunkt von Melting Point steht der individuelle Charakter jedes Menschen: Jede Stimme zählt, jede Person ist wichtig. In der Installation wird dieser Gedanke durch einzelne Glasobjekte sichtbar, die von Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter Anleitung der Künstlerinnen am mobilen Glasofen selbst geformt wurden.
Die lokale Bevölkerung war eingeladen, aktiv am Entstehungsprozess der Glaselemente und der Installationen mitzuwirken und die entstandenen Einzelstücke gemeinsam mit den Künstlerinnen in temporären, ortsspezifischen Installationen zu präsentieren. Diese Installationen wurden an fünf verschiedenen Orten realisiert.
Während ihrer Künstlerresidenz wanderten die Auftrittsorte der Künstlerinnen durch den Landkreis und bildeten so ein verbindendes Element. Die jeweiligen Stationen – die Melting Points – waren:
- Melting Point: Bild-Werk, Frauenau
- Melting Point: Atelier Louise Lang, Zwiesel
- Melting Point: Werkstød, Viechtach
- Melting Point: Landwirtschaftsmuseum, Regen
- Melting Point: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
PROGRAMMLINIE: KUNST AN SCHULEN
2024
KINEMATIK DER FLECHTEN
Künstlerin: Inti Gallardo
Schule: Dominicus-von-Linprun-Gymnasium Viechtach
Jahrgangsstufe: 8 (Kunstklasse)
Lehrkraft: Britta Wahlers
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Schule: Dominicus-von-Linprun-Gymnasium Viechtach
Jahrgangsstufe: 8 (Kunstklasse)
Lehrkraft: Britta Wahlers
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Das Projekt Kinematik der Flechten erforschte mit unterschiedlichen visuellen Medien und künstlerischen Techniken das Narrativ von Flechten als Sinnbild natürlicher Organisationsprozesse.
Im Rahmen mehrerer Workshops untersuchten die Schüler:innen die Symbiose und Gemeinschaft dieser besonderen Lebensform. Es entstand ein gemeinsamer Kurzfilm auf Super-8-mm-Film: Die Teilnehmenden filmten, bearbeiteten das Filmmaterial mit Tinte und setzten sich mit analogen wie digitalen Bildprozessen auseinander. Ergänzend wurden Flechten aus dem Wald rund um das Schießl-Haus mit iPads dreidimensional gescannt. Gemeinsam mit der betreuenden Lehrkraft Britta Wahlers regte das Projekt zur Reflexion über Kunst, Natur und kollektive Dynamiken an.
DIE HOCHZEIT DER VIELEN – WE BUILD BRIDGES
Künstler:in: Flora Pulina
Schule: Paul-Maurer-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum Viechtach
Jahrgangsstufen: 5-9
Betreuende Lehrkraft: Birgit Heigl-Venus, Moritz Gierl, Marion Gräfe
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Schule: Paul-Maurer-Schule, Sonderpädagogisches Förderzentrum Viechtach
Jahrgangsstufen: 5-9
Betreuende Lehrkraft: Birgit Heigl-Venus, Moritz Gierl, Marion Gräfe
Residenzort: Schiesslhaus AiR, Kollnburg
Die Hochzeit der Vielen ist eine Stückentwicklung mit 13 Kindern und Jugendlichen des Sonderpädagogischen Förderzentrums Viechtach. In zwei Schreibwerkstätten entwickelten die jungen Schauspieler:innen unter Anleitung der Regisseurin und Theaterpädagogin Flora Pulina ihre eigene Fabel zu den Themen Diversität und Vielfalt. In einem improvisatorischen Arbeitsprozess entstand ein Märchen über Demokratie, das aus den Erfahrungen der Kinder und aus der Gruppe heraus entwickelt wurde. Das Projekt stärkte Ausdrucksfähigkeit, Selbstwirksamkeit und gemeinschaftliches Handeln.
NEUE FARBEN FÜR DIE ALTE STADT – KUNSTWERKSTATT-STUDIE ZUR STADT ZWIESEL
Künstlerin: Daryna Likht
Schule: Gymnasium Zwiesel
Jahrgangsstufe: 11 (Kunstunterricht)
Lehrkraft: Usija Wallner
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Schule: Gymnasium Zwiesel
Jahrgangsstufe: 11 (Kunstunterricht)
Lehrkraft: Usija Wallner
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Der Workshop-Zyklus Neue Farben für die alte Stadt verband Stadtforschung, Urbanismus und Kunstpraxis. Die Schülerinnen und Schüler setzten sich mit Zwiesel als kulturellem Raum und Lebenslandschaft auseinander und arbeiteten mit Fotografie und Collage. Im Zentrum stand die Entwicklung einer persönlichen Zukunftsvision der Stadt. Jede Schülerin und jeder Schüler entwarf eine eigene Collage, die individuelle Perspektiven auf die zukünftige Gestaltung des urbanen Raums sichtbar machte.
DEMOKRATIE – BAUM
Künstlerin: Mathilda Wenzl
Schule: Schule am Weinberg, Sonderpädagogisches Förderzentrum Regen
Jahrgangsstufen: 2-9 (Kunst-AG)
Lehrkraft: Lena Heininger
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
Schule: Schule am Weinberg, Sonderpädagogisches Förderzentrum Regen
Jahrgangsstufen: 2-9 (Kunst-AG)
Lehrkraft: Lena Heininger
Residenzort: Bild-Werk Frauenau
In diesem gemeinsamen Projekt wurde Demokratie nicht nur thematisiert, sondern aktiv gelebt. Die Schüler:innen gestalteten einen Baum als Sinnbild demokratischer Prozesse. Die Wurzeln stehen für grundlegende Werte, während die Blätter konkrete Beispiele aus dem Alltag der Kinder zeigen – von Klassensprecherwahlen über gegenseitiges Zuhören bis hin zu Symbolen wie Herz (Mitgefühl) oder Waage (Gerechtigkeit). Der Demokratie-Baum wurde so zu einem gemeinsamen, sichtbaren Ausdruck demokratischer Praxis.
DEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLEDEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLEDEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLE
DEMOKRATIE UNPLUGGED – KUNST FÜR ALLE
im Bundesprogramm „Aller.Land – zusammen gestalten. Strukturen stärken.“
ANSPRECHPARTNER:INNEN
Projektleitung: Anna-Helena Klumpen
Stellv. Projektleitung: Katrin Savvulidi
KONTAKT
Landratsamt Regen
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D-94209 Regen
Telefon 09921 / 601-190
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